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Die mobile Zeiterfassung bietet Unternehmer und Mitarbeiter von Handwerksbetrieben viele Vorteile.
Über den Sinn einer systematischen Arbeitszeiterfassung gibt es nichts zu diskutieren, stellt sie doch die wesentliche Basis für die Zwischen- und Nachkalkulation dar. Nur wer weiß, wie viel Zeit für eine Leistung benötigt wird, kann diese auch mit auskömmlichen – und doch konkurrenzfähigen Preisen – kalkulieren. Entsprechend leicht tun sich die Hersteller mobiler elektronischer Zeiterfassungssysteme bei der Argumentation für ihre Produkte:
- Zeitnahe und genaue Zeiterfassung
- Zuordnung der Arbeitszeiten zu einzelnen LV-Positionen, Tätigkeiten oder Arbeitsschritten
- Erzielen praxisnaher Kalkulationsdaten
- Zwischen- oder Nachkalkulation per Knopfdruck
- Permanenter Überblick über alle laufenden Bauvorhaben
- Effizientere Einsatzplanung
- Nachvollziehbare Tätigkeitsnachweise für den Kunden
- Ermitteln unproduktiver Arbeitszeiten
- Weniger Übertragungsfehler als bei handschriftlicher Erfassung
- Weniger Erfassungsaufwand im Büro
Von diesen Vorteilen profitiert nicht nur der Unternehmer sondern der ganze Betrieb – und damit jeder Einzelne. Und trotzdem werden diese Argumente einen skeptischen Mitarbeiter wenig überzeugen. Zu einseitig zielen sie auf die Vorteile des Unternehmers ab. Was oft bleibt ist das Gefühl, dass „der Chef kein Vertrauen mehr hat“. Auch der Verlust des Privilegs, „nicht stempeln zu müssen“, hemmt die Begeisterung für die neue Technik.
Nun kann der Chef natürlich mit der Faust auf den Tisch hauen und die Einführung der mobilen Zeiterfassung schlicht und einfach befehlen: „Wer sich weigert, fliegt. Basta!“ Die Frage ist, ob solche Brechstangenargumentation zielführend ist. Denn Arbeitszeiterfassung ist Vertrauenssache und funktioniert nur mit den Mitarbeitern und nicht gegen sie. Ein Systemhersteller machte folgende Erfahrung: „Als ein Unternehmer die Einführung unseres mobilen Zeiterfassungssystems dazu nutzen wollte, gleichzeitig den Arbeitsbeginn von der Werkstatt auf die Baustelle zu verlagern, war das Projekt gestorben. Da konnten wir wieder einpacken, denn alle Mitarbeiter weigerten sich kategorisch das neue System zu akzeptieren.“ Zu solch einer Machtprobe muss es aber gar nicht erst kommen. Vor allem nicht, wenn der Unternehmer seine Mitarbeiter schon früh in seine Überlegungen mit einbezieht. Viele Systemhersteller sehen in der Mitarbeiterbeteiligung denn auch die Voraussetzung für die erfolgreiche Einführung der mobilen Zeiterfassung. Zudem raten sie zu folgenden Argumenten gegenüber Mitarbeitern:
- Lästige Schreibarbeit entfällt
- Weniger Papierkram
- Vorteile für Mitarbeiter mit Rechtschreibschwächen oder geringen Deutschkenntnissen
- Imagegewinn durch Verwendung von „Hightech“ statt Papier und Stift
- Smartphone oder Handy als Erfassungsgerät kann auch privat genutzt werden
- Mehrleistung und Pünktlichkeit des einzelnen Mitarbeiters wird sicht- und messbar
- Zeiterfassung als Voraussetzung für pünktliche Gehaltszahlung
- Keine Diskussion mehr mit Kunden über tatsächlich geleistete Arbeitszeit bzw. An- und Abfahrtszeiten bei Regiearbeiten
Ein Hersteller berichtete von einem Workshop, den er für die Mitarbeiter eines Unternehmens durchführte. Die Skepsis gegenüber der elektronischen Zeiterfassung war anfangs groß. Doch als er, als neutrale Person, die Mitarbeiter über die Vorteile aufklärte stieg die Akzeptanz sehr schnell. „Als ich dann noch zeigte, wie man auch künftig seine Pause fünf Minuten überziehen kann, ohne dass das Gerät gleich Alarm schlägt, war das Eis gebrochen.“






















