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Aus gestalterischer Sicht war die FAF in München streng genommen wenig ergiebig, standen naturgemäß Technik und Verarbeitung im Vordergrund.
Dennoch gab es einige interessante Aspekte. Ein visuelles Erholungsprogramm lieferte NCS in gewisser Weise: Statt sich wie überall drumherum in möglichst bunten Tönen in Szene zu setzen, reduzierten die Schweden ihren Messestand auf Weiß und Schwarz. Nur die Exponate kündeten von dem, was NCS im Kern ist: Ein Farb-Standardisierungs-Unternehmen. Längst ist NCS über den Anbieter und Verfeinerer des gleichnamigen Farbsystems hinaus gewachsen und betätigt sich unter dem Label „Global Color Management“ als Dienstleister. So sorgt NCS für weltweit aktive Firmen wie IKEA dafür, dass das IKEA-Blau überall gleich ist. Die Reduzierung des eigenen Auftritts zu Schwarz und Weiß zieht sich übrigens konsequent durch alle NCS-Ebenen durch – ein interessanter Ansatz. Ob der jedoch auch so registriert wurde, sei dahingestellt. Gleiches gilt für den Messestand der HAWK Hildesheim, jener Hochschule, an der unter anderem Farbdesigner ausgebildet werden. „3mg“ nennt sich das Konzept aus einem überdimensionierten, mehrfach verschleiften Kassenbon, Einkaufswagen, Lichteffekten und interaktiven Elementen. Entwickelt von den Studenten war der Stand bereits auf der Möbelmesse Köln zu sehen und wandert nach der FAF zur Light+Building nach Frankfurt. So witzig und engagiert die skulpturale Präsenz der HAWK war, einschließlich der Kassenzettel-Anspielung auf die Kostenseite des Studiums – es sei die Frage erlaubt, ob dies für die Besucher der FAF pragmatisch genug war.























