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Franz Kriechbaum fand für seinen Malerbetrieb eine Nische: die edle Beschichtung von außergewöhnlichen Öfen.
Bei der Premiere im „werkhaus“, einer Kooperation von zwölf Spezialistenbetrieben, haben sich Trauben von neugierigen Besuchern vor den puristischen Öfen mit ihren ungewöhnlichen Oberflächen gebildet, erzählt Malermeister Franz Kriechbaum beim Rundgang durch den Showroom in Raubling bei Rosenheim. „Solche Metallic-Oberflächengestaltungen erzeugen einen einzigartigen Materialfluss und erweitern das Aktionsfeld für alle Architekturschaffenden“.
Herr Kriechbaum, glauben Sie, dass es hier im bayerischen Alpenvorland mit seinen „Renaissance-Apostelöfen“ überhaupt einen Markt für diese eigenwilligen„coolen Öfen“ mit „changierendem Metallic-Effekt“ gibt? Wie waren die Reaktionen darauf?
In der Tat waren die ersten Kunden überrascht, aber auch neugierig. Solch schicke Öfen mit Metallic-Optik passen doch augenscheinlich gar nicht in unsere schöne Landschaft – doch die Raumbedürfnisse ändern sich, ob auf der Mailänder Möbelmesse mit den innovativen Möbeln „Black Magic“ oder auf der Domotex, wo der Farbrat das Thema Wand des Jahres 2010 – lineare, handgezogene wie eingraviert wirkende Strukturen in der Trendfarbe Graphitschwarz empfiehlt. Seit einiger Zeit beobachte ich in unserer Region immer mehr den Trend zu minimalistischen Raumkonzepten. Die Erhöhung der Erlebnisqualität und das Material als Botschaft, der Reiz der Gegensätze mögen ein Grund für die positiven Reaktionen auf das Ofen-Designkonzept mit seiner gestalterischen Reduktion auf eine möglichst einfache Form sein. Damit der Blick frei wird, auf das feurige Spektakel im inneren des Ofens.






















