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Zum vierten Mal schon wurde der von Caparol initiierte „Architekturpreis Farbe–Struktur– Oberfläche“ verliehen.
Wie immer stark vertreten: die Eidgenossen. Die Schweiz. Da ist sie wieder, stark vertreten unter den prämierten und gelobten Arbeiten des diesjährigen „Architekturpreis Farbe–Struktur–Oberfläche“. Zwei Preisträger und eine Anerkennung, das ist schon eine ordentliche Leistung für das eigentlich überschaubare Alpenland. Oder auch nicht, denn wer die eidgenössische Architektur aufmerksam beobachtet, der wird feststellen, dass dort mit Farbe, Materialien und auch Strukturen meist fantasievoller, unkonventioneller und qualitätsbewusster gearbeitet wird. So wundert es denn auch nicht, dass gleich zwei der drei Hauptpreise in die Schweiz gehen, genau genommen nach Luzern und nach Samedan.
Schichtungen
Samedan, kurz vor St. Moritz im Oberengadin auf rund 1.700 Metern Höhe gelegen, verfügt nicht nur über den höchst gelegensten Flugplatz Euro- pas, sondern auch an seinem Ortsrand über ein auszeichnungswürdiges Bauensemble. Zwei Einfamilienhäuser und ein Mehrfamilienhaus, kantige Volumen mit unregelmäßig angeordneten und verschieden großen Fenstern. Auf drei parallelen Hangterrassen platziert, fügen sie sich trotz der kompromisslosen Formensprache in die Umgebung ein. Der Grund: Eine ganz besondere Farbigkeit des verwendeten Baustoffes Beton. Lagenweise unterschiedlich pigmentiert, muten die massiven Fassaden an wie direkt aus Sedimenten hergestellt. Wellen aus Braunnuancen überlagern die harten Kuben, weichen sie visuell auf und geben ihnen vor dem Hintergrund der Berge ein fast naturnahes Aussehen. Geplant haben das Ensemble Giardin die Architekten Mierta und Kurt Lazzarini aus Samedan.























