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Was Karl Friedrich Schinkel im frühen 19. Jahrhundert forderte, scheint uns heute als normal: Schutz und Pflege von Bauten.
Dabei ist auch in unserer heutigen Zeit der Erhalt von historisch wichtigen Gebäuden keine Selbstverständlichkeit, wie etwa der Teilabriss des Stuttgarter Hauptbahnhofs zeigt. Wenn man sich jedoch entschließt, ein Baudenkmal zu erhalten, dann stellt sich in den meisten Fällen eine Frage: Soll der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt werden oder will man den vorgefundenen Zustand konservieren und so auch die Geschichte eines Gebäudes oder eines Bauteils aufzeigen? Zur Wahl steht also die Rekonstruktion oder die Konservierung.
Doch was ist der Unterschied? Die Rekonstruktion ist eng mit dem Renovieren oder Sanieren verbunden. Denn bei der Rekonstruktion ist es immer das Ziel, den ursprünglichen Zustand eines Gebäudes oder eines Bauteils wiederherzustellen. Dies kann nach einer teilweisen oder kompletten Zerstörung ebenso geschehen wie nach negativen Umwelteinflüssen auf ein Bauwerk. Die Konservierung dagegen hat ein anderes Ziel. Hier soll der vorgefundene Zustand festgehalten, eben konserviert werden.
Das Ziel ist es, möglichst authentisch zu zeigen, wie sich ein Gebäude oder ein Teil eines Gebäudes über die Jahre und Jahrzehnte verändert und gewandelt hat. Diese Maßnahme wird häufig dann relevant, wenn eine Fassade oder einzelne Bauteile so bewahrt werden, dass ihre über die Jahre entstandene Patina erhalten wird. Meist beginnt die Konservierung natürlich mit der Restaurierung, die anders als die Renovierung nicht das Vorgefundene durch Neues ergänzt, sondern das Vorhandene auffrischt.






















