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Vergolden 4

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Vergolden 4
Wachsmordent
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Eine historische Vergoldetechnik mit einem hohen Schwierigkeitsgrad ist die Mordentvergoldung.

Es werden dabei zwei Arten unterschieden: die Wachsmordent- und die Eigelbmordentvergoldung. Die erstgenannte Wachsmordentvergoldung kommt hauptsächlich in Verbindung mit Graumalerei zum Einsatz, findet aber auch bei moderner Wandgestaltung Anwendung.

Das Blattgold wird dabei auf eine pastenartige Mischung aus Wachs, Venezianer Terpentin und Talg aufgelegt. Besondere Effekte erzielt man bei der Graumalerei, wenn Punkte oder Linien auf den Höhen vergoldet werden, deren goldblitzende Betonung die Ausdruckskraft der Malerei steigert.

Wachsmordent

Für die Wachsmordentvergoldung gibt es verschiedenste Rezepturen, die auf den jeweiligen Untergrund abgestimmt werden. Karin Havlicek empfiehlt in ihrem Buch (siehe Kasten) eine Mischung aus Bienenwachs, Venezianer Terpentin und Rindertalg. Die Mischung wird im Wasserbad geschmolzen und verrührt und während der Arbeit stets warm gehalten. Für Arbeiten auf einer Leiter oder dem Gerüst bietet sich heißer Sand statt Wasser zum Warmhalten an. Das vorgemalte Ornament muss flott und in einem Zug aufgestrichen werden, was viel Erfahrung voraussetzt. Das Blattgold wird aufgelegt, wenn die Paste soweit angetrocknet ist, dass sie das Gold nur noch an der Oberfläche festhält. Es gilt: Je glatter der Auftrag, desto schöner der Glanz.



 

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